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Amygdala - Die VDTT Online-Zeitung

Neues und Interessantes aus der Welt der Tiere

Was macht eigentlich ein Katzensitter?

Oder besser gefragt: Was macht eigentlich ein guter Katzensitter? Catsitting sollte nämlich mehr sein, als Futter und Wasser hinzustellen und kurz das Katzenklo sauber zu machen.

Ein guter Katzensitter nimmt sich ausreichend Zeit, um neben der Grundversorgung auch Qualitätszeit mit der Katze zu verbringen, das heißt er schaut, ob es der Katze gut geht, und geht auf ihre speziellen Bedürfnisse ein. Qualitätszeit heißt, er widmet seine ganze Aufmerksamkeit der Katze und hat nicht bloß sein Handy in der Hand oder guckt fern, wobei er nebenbei die Katze tätschelt. Je nach Vorliebe der Katze spielt er mit ihr, bürstet sie, kuschelt mit ihr oder leistet ihr einfach Gesellschaft. Ein guter Katzensitter hat im Gespür, was eine Katze gerade braucht.

Dafür ist es von Vorteil, wenn er neben der Liebe zu Katzen nicht nur viel Erfahrung mit unterschiedlichen Katzen hat, sondern auch ein echter Katzenfachmann ist, das heißt, eine entsprechende Qualifikation hat. Eine Katzenpsychologin kann eine Katze sicherlich besser „lesen“ als jemand, der nur einige Jahre Erfahrung mit der eigenen Katze hat. Manche Katzen zeigen bei Abwesenheit ihrer Katzenhalter Stressreaktionen wie Erbrechen oder Durchfall. Ein Katzensitter sollte deshalb beurteilen können, wann diese Reaktionen – oder auch andere Krankheitsanzeichen – einen Tierarztbesuch erforderlich machen.

Ein guter Katzensitter weiß auch, was im akuten Notfall zu tun ist. Idealerweise hat er einen Erste-Hilfe-Kurs für Tiere besucht, hat die Nummer vom Tierärztlichen Notdienst in seinem Handy gespeichert und hat einen Katzentransportkorb im Auto, sodass er eine Katze gegebenenfalls sehr schnell zum Tierarzt bringen kann. Sollte tatsächlich ein Notfall eintreten, wäre die nette Nachbarin oder die Schülerin, die sich mit dem Sitting ihr Taschengeld aufbessert, sicherlich sehr schnell überfordert.

Eine ganz besondere Herausforderung sind extrem unsichere Katzen. Hier sollte ein Katzensitter genau wissen, wie man mit solchen Katzen umgeht, wie man ihnen zeigt, dass man selbst harmlos ist, und wie man ihnen Sicherheit geben kann. Der Umgang mit ängstlichen oder gar scheuen Katzen will gelernt sein und ist ein wichtiges Thema, da viele Katzen Besuchern skeptisch gegenüberstehen und man sich ihr Vertrauen erst einmal erarbeiten muss.

Ein professioneller Katzensitter ist nicht billig. Wenn man verreisen möchte, ist einem auch klar, dass ein anständiges Hotel mit Halbpension teurer ist als ein Urlaub auf dem Campingplatz. Verantwortungsvolle Katzenhalter, die möchten, dass ihre Katze zuhause optimal versorgt wird, wissen, dass ein guter Katzensitter eine lohnende Investition ist, und rechnen die Kosten für das Katzensitting gleich in das Urlaubsbudget mit ein, weil sie mit einem guten Gefühl in den Urlaub fahren möchten. Übrigens sind die Kosten für den Tiersitter als haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich absetzbar.

Tatjana Mennig, Tierpsychologin Katze (ATN) und Tiersitterin
Rosenreihe 9
22335 Hamburg

Tel.:040 / 668 72 722
Web: Felis felix
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Das alte Pferd

Wie alle Lebewesen unterliegt auch das Pferd einem kontinuierlichen Alterungsprozess. Dieser ist von verschiedenen Umwelteinflüssen und natürlich von der genetischen Disposition abhängig. So werden Ponys und Kleinpferde häufig etwas älter als ein Großpferd.

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Die alte Katze

Dank des Wissens über Bedürfnisse und Ansprüche der Katze, der guten medizinischen Betreuung, der Möglichkeit einer kommerziell angebotenen, hochwertigen Ernährung, aber nicht zuletzt auch auf Grund ihrer verbesserten Stellung im Zusammenleben mit uns Menschen werden unsere Hauskatzen immer älter. So sind 20 Katzenjahre keine Seltenheit mehr!

Rein statistisch gesehen ist eine Katze mit acht Jahren ein Senior, mit 12 Jahren eine geriatrische Katze. Dies entspricht geschätzt etwa 64 Menschenjahren.

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Notwendige Erlaubnis für Hundetrainer: § 11 Abs. 1 Nr. 8f TSchG

Jeder gewerblich tätige Hundetrainer braucht eine behördliche Erlaubnis, um sein Unternehmen „Hundeschule“ nennen zu dürfen. Dies ist im § 11 Abs. 1 Nr. 8f TierSchG festgelegt. Obwohl viele der "etablierten" Hundetrainer mittlerweile die von der zuständigen Behörde zu erteilende Erlaubnis haben, erweist sich der Behördengang für neu ausgebildete Trainer als durchaus schwierig. Weitere Informationen und über die darin enthaltenen Fallstricke erfahren Sie hier ...

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Hommage für den alternden Hund

Das Besondere: der alternde Hund

Wir kennen das alle: Gestern tobte er noch über die Wiese, holte einen Ball, pöbelte den Briefträger an oder stupste uns mit der Nase als Aufforderung an, endlich etwas mit ihm zu unternehmen.
Heute liegt unser Begleiter still neben uns, schläft häufiger und länger, steht mühsamer auf und ignoriert den Briefträger oder den „Lieblingsfeind“ im Dorf. Sie werden zwar gelassener, aber auch unsicherer und möchten möglichst nicht mehr allein zu Hause bleiben. Sie lieben Routine, die ihnen Sicherheit gibt.
Er bindet sich enger seine Menschen, braucht Unterstützung und versteht uns trotz nachlassendem Hörvermögen immer besser. Gesten, Blicke und ein routinierter Tagesablauf reichen aus, um miteinander zu kommunizieren. Eine spürbare Altersweisheit bereichert das gemeinsame Leben.
Dagegen können gesundheitliche Einschränkungen auftreten. Das Aufstehen nach längerem Liegen fällt schwerer, die Spazierrunden müssen kürzer, aber dafür häufiger ausfallen, das Gehör und die Augen sind nicht mehr so gut und mitunter muss er häufiger raus, weil die Blase nicht mehr so gut hält.

Wann ist ein Hund „alt“?

Ein Hund wird nicht plötzlich alt. Dieser Prozess ist schleichend, und in den letzten Jahren werden Hunde immer älter, da sie mit uns im Familienverbund zusammenleben und dadurch von uns geschützt und umsorgt werden. Sie müssen keine anstrengenden Pflichten mehr erfüllen, die Ernährung ist so gut wie nie zuvor und die medizinische Versorgung umfassend.
Mit den Jahren wird der Hund grau, die Gelenke können von Arthrose geplagt werden, mache Hunde werden dicker, aber die Muskulatur nimmt ab. Jetzt ist es wichtig, ihn weiterhin körperlich, aber auch geistig zu fordern und zu fördern. Wenn sich unser Hund erstmal in sich zurückgezogen hat, baut er ab und wird schneller altern. Es gibt verschiedene Faktoren, die das begünstigen können, wie z.B. die Rasse oder die Größe des Hundes. Große Hunde altern meist schneller als kleine und übergewichtige schneller als schlanke.

Wie können wir den Oldies helfen, wie können wir sie unterstützen?

Die Fütterung kann angepasst werden, d.h. kleine Mahlzeiten, aber dafür mehrere. Die Zähne können vielleicht nicht mehr alles zerbeißen, also lieber kleine Stücke füttern. Jetzt kann es gut sein, wenn Sie sich in jungen Jahren auch per Handzeichen mit Ihrem Hund verständigt haben. Durch eine eingeschränkte Hörleistung kann sich Ihr Hund an Handzeichen orientieren, die ihm Halt vermitteln.
Auf glatten Böden kann der Hund nicht mehr sicher laufen. Besser, Sie legen Teppiche auf den Boden, um ihm Halt zu geben und die Gelenke zu schonen. Sehr hilfreich ist ein geregelter Tagesablauf, an dem sich der Senior orientieren kann.

Kaspar klein

Das Besondere!

Was alle Halter von alten Hunden sagen: Das Zusammenleben mit ihm ist magisch. Er versteht uns ohne Worte, schließt sich noch enger an uns an. Aber auch uns versteht er wortlos; haben sich Hund und Halter doch über Jahre so gut kennengelernt, dass Gesten und Blicke ausreichen, um zu kommunizieren. Der Hund weiß genau, was in welcher Situation von ihm erwartet wird und erträgt Wartezeiten mit großer Geduld.

Eine tiefe Abgeklärtheit und ausgeprägte innere Ruhe strahlen sie im Alter aus. Häufig wird das fortgeschrittene Alter des Hundes sehr intensiv erlebt und mit jedem Blick und in jedem Auftreten weiß man aus Erfahrung genau, was in dem Hund gerade vorgeht. Die Beziehung wird inniger denn je; man versteht und vertraut sich.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Oldies eine erfüllte und sorgenfreie Zeit!

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Der Urin tropfte durch die Decke!

Das Ordnungsamt wurde auf den Fall aufmerksam, als der Katzenurin bereits durch das Mauerwerk des Mehrfamilienhauses sickerte.Immer wieder werden Behörden und Tierschutzvereine auf ein zunehmendes Phänomen aufmerksam: das "Animal Hoarding".

Bei diesem extremen Fall vor einigen Jahren in Norddeutschland wurden neben vielen toten Katzen 134 Tiere in einer Einzimmerwohnung sichergestellt, weitere 30 Tiere fanden sich im Keller und die fünf Elterntiere aller Katzen lebten in Kartons im Auto des Halters.

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Tierberufe Ausbildung bei der ATN Akademie

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sekretariatreck(@)vdtt.org

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