| Katzenpsychologen |
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Unsauberkeit, Markierverhalten, zerkratzte Möbel, aggressives Verhalten gegenüber Mitkatzen oder Menschen...die Liste der Verhaltensauffälligkeiten bei der Katze ist lang. Wie ist es möglich, dass gerade ein Tier, dem eine so große Anpassungsfähigkeit und Genügsamkeit nachgesagt wird, so oft Probleme macht? Die Frage müsste anders lauten: Wie ist es möglich, dass verhältnismäßig wenig Katzen unerwünschtes Verhalten oder gar Verhaltensstörungen zeigen?
Unwissenheit der Halter über die Bedürfnisse und Ansprüche einer Katze, entsprechend ungenügende Haltungsbedingungen, Vermenschlichung ihres Verhaltens usw. lassen auch dieses eigentlich sehr anpassungsfähige Tier immer häufiger Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Fehlerhafte Vorstellungen hinsichtlich der Natur und Ursachen von Verhaltensproblemen sind bei Katzenhaltern sehr verbreitet.
Bis ein Verhaltensberater hinzugezogen wird, vergeht oft viel Zeit. Der Druck der Öffentlichkeit fehlt, mit der Katze geht man ja nicht auf die Straße. Und, wer gibt schon gerne zu, nicht einmal mit seiner Katze zurechtzukommen?
Die Arbeit eines Katzenpsychologen besteht in erster Linie darin, bei einem (möglichst immer durchzuführenden!) Hausbesuch die Örtlichkeiten, individuellen Lebensbedingungen der Katze, sowie den Halter (seine Einstellung, Persönlichkeit etc.) kennenzulernen. Durch eingehende Gespräche erhält der Berater die Möglichkeit zur Differenzierung des Problems.
Umfassende Aufklärung des Halters über das Verhalten seiner Katze, Modifizierung der Haltungsbedingungen, Erstellen eines Therapieplanes, Einüben von korrigierenden Trainingsmaßnahmen sind nur einige Themen des Katzenpsychologen.
Der Katzenpsychologe ( die Bezeichnung „Verhaltensberater für Katzen“ trifft diesen Berufszweig besser, da sich der Berater in erster Linie mit dem Katzenhalter auseinandersetzt) muß über umfassende Kenntnisse verfügen, um seriös beraten zu können. Gute ethologische Vorkenntnisse, sowie umfangreiche Kenntnisse in der speziellen Ethologie der Katze (wie z.B. biologische Grundlagen, Verhaltensbiologie, Verhaltenstherapie) sind die Voraussetzung.
Darüber hinaus muß ein guter Berater mit viel Einfühlungsvermögen und Sachkenntnis individuell auf den Katzenhalter (also auch auf die menschlichen Faktoren) und die jeweilige Problematik eingehen können. Nur so kann eine Maximierung der Effektivität einer empfohlenen Behandlung erreicht werden.
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