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Standespolitische und standesrechtliche Themen

Bundesrat fordert Gesetz zur Anerkennung von Assistenzhunden

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Assistenzhunde erleichtern vielen Menschen das Leben. Nicht nur als Blindenführhunde, auch Diabetiker, Epileptiker oder Menschen mit Posttraumatischer Belastungsstörung profitieren von ihnen. Aber Ausbildung und Haltung sind teuer. Noch müssen Halter die Kosten dafür selbst tragen, aber Änderung ist in Sicht.

In einem Beschluss vom 10.2.2017 hat der Bundesrat die Bundesregierung aufgefordert, „zeitnah einen Gesetzentwurf vorzulegen“, mit dem Assistenzhunde für Menschen mit Behinderungen anerkannt werden. Damit könnten Assistenzhunde Aufnahme in das Hilfsmittelverzeichnis nach §139 SGB V finden, und es würde die rechtliche Voraussetzung dafür geschaffen werden, dass Assistenzhunde im Schwerbehindertenausweis eingetragen werden können, heißt es in dem Beschluss.

 

Hintergrund ist die Forderung nach Gleichbehandlung aller von Assistenzhunden unterstützten Menschen mit Behinderung. Dazu gehöre die Möglichkeit, nicht nur Blindenführhunde, sondern auch andere Assistenzhunde wie beispielsweise Diabetes-Warnhunde oder Epilepsiehunde gemäß Hilfsmittelverzeichnis anerkennen zu lassen, was bisher verweigert würde, heißt es weiter. Mit einem entsprechenden Gesetz AssiHundwäre die Voraussetzung für eine Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenversicherungen gegeben.

Seine Forderung nach einer entsprechenden Gesetzesvorlage begründet der Bundesrat damit, dass sich die BRD mit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) verpflichtet hat, wirksame Maßnahmen zu treffen, um "für Menschen mit Behinderungen persönliche Mobilität mit größtmöglicher Unabhängigkeit sicher zu stellen“.

Die Konvention fordert dazu unter anderem, „dass wirksame Maßnahmen getroffen werden, die die persönliche Mobilität von Menschen mit Behinderungen in der Art und Weise und zum Zeitpunkt ihrer Wahl durch den Zugang zu hochwertigen Mobilitätshilfen, Geräten, unterstützenden Technologien und menschlicher und tierischer Hilfe, auch durch deren Bereitstellung zu erschwinglichen Kosten, erleichtern sollen“, heißt es im Beschluss des Bundesrates.

Gute Aussichten für Besitzer von Assistenzhunden in Zukunft die Kosten für ihren vierbeinigen Helfer ganz oder wenigstens teilweise durch die Krankenkassen erstattet zu bekommen. Wir werden darüber berichten, wenn es so weit ist.

VDTT

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Der VDTT wurde 2005 durch Absolventen der ATN, der Akademie für Tiernaturheilkunde, gegründet. Die damaligen Gründungsmitglieder gehörten noch zu den Pionieren der angewandten Verhaltenskunde.

Tierberufe Ausbildung bei der ATN Akademie

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sekretariatreck(@)vdtt.org

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